Rheinpfalz 01.05.2005

Kampf für Rasenplatz schweißt VfL zusammen
HAINFELD: Bei Einweihung mehr als 6000 Stunden Eigenleistungen und 20 000 Euro Spenden gewürdigt

„Träume werden wahr." Dieses Motto, unter das am Sonntag der VfL 1923 Hainfeld die Einweihung seines neuen Rasenplatzes am Modenbach gestellt hatte, wurde von allen Rednern zitiert.



VfL-Vorsitzender Helmuth Geiger erinnerte bei seiner Ansprache an die seit 1992 währende Vorgeschichte des Rasenplatz-Projektes. Es habe schließlich realisiert werden können, weil die Befürworter wie die anfänglichen Kritiker letztendlich doch alle an einem Strang gezogen hätten. Bürgermeister Olaf Gouasé habe mit der Idee Regenrückhaltebecken für die entscheidende Wende sorgen können.

In seine Dankadresse schloss Geiger auch seinen Vorgänger, den VfL-Ehrenvorsitzenden Gerhard Keller, ebenso Bürgermeister Olaf Gouasé, den früheren Ortsbürgermeister Horst Schmid und Pfarrer Wolf-Dieter Nuding ein. 20.000 Euro seien durch private Spenden zusammengekommen. Die mehr als 6000 Stunden Eigenleistungen hätten den VfL noch enger zusammengeschweißt. Diese Leistungen seien sehr eng mit dem Namen Ludwig Rheinwalt verbunden.

Ortsbürgermeister Wolfgang Schwarz sprach von einem „schönen Tag für den Verein, die Gemeinde und für alle, die in der Planung und Umsetzung Verantwortung getragen haben". Er selbst sei dem VfL eng verbunden, habe Höhen in der zweiten Amateurliga und Tiefen wie Abstieg als Spieler, Trainer und Jugendtrainer miterlebt, sagte Schwarz. Dank der herausragenden Jugendarbeit gebe es jetzt auch wieder bessere sportliche Zeiten. Der Dank galt der katholischen Kirchengemeinde und der katholischen Pfarrpfründestiftung Hainfeld, die das Gelände im Erbbaurecht auf die Dauer von 99 Jahren dem VfL zur Verfügung gestellt haben. Möglich geworden sei alles nur durch Umwandlung des bisherigen Hartplatzes in Wohnbaugelände. Schwarz dankte dem VfL-Vorsitzenden Helmuth Geiger, dessen Ehefrau Doris, die sich bei diesem Vorhaben große Verdienste erworben hätten. Lob und Anerkennung gab es auch für Ludwig Rheinwalt.

„Man möchte barfuß über den grünen Rasenteppich schreiten und einfach nur glücklich sein", schwärmte Landrätin Theresia Riedmaier über das gelungene Werk. Mit dem Rasenplatz biete der VfL der Fußballjugend eine Perspektive und sichere die Existenz des Vereins.

Bürgermeister Olaf Gouasé nannte den 1. Mai 2005 einen großen Tag, der in die Geschichte des VfL und damit auch der Gemeinde eingehe. Dieses Projekt zeige, dass es wichtig sei, bei Visionen Standvermögen zu bewahren. Glückwünsche des Fußballkreises Neustadt und des SWFV übermittelte Alex Gonschor. Mit dem Rasenplatz gebe es für den Verein die Gewissheit, dass die Jugend nicht abseits stehe. Pfarrer Nuding, der das Gelände zuvor schon in einem Gottesdienst gesegnet hatte, hob auf die Bedeutung des Fußballspiels ab. Die Akteure lernten, dass Niederlagen ebenso zum Leben gehören wie Erfolge.

Dieter Walter gratulierte für die örtlichen Vereine. Zu den Gratulanten zählte auch die SV Edenkoben, die bauausführende Firma sowie Architekt Peter Rheinwalt. (som)

REUTERM / REUTERM
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt
Datum: Nr.102
Datum: Dienstag, den 03. Mai 2005
Seite: Nr.17
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